Montag, 26. September 2016

Schaltbare Kontaktstrecke

Für die optische Wirkung eines Bahnübergangs ist es wichtig, dass die technische Sicherung - seien es Schranken, Wechselblinker oder Ampeln - zwar rechtzeitig aktiviert wird, ehe der Zug eintrifft, sie aber auch konsequent ausgeschaltet bleibt, wenn sie nicht benötigt wird. Mit einer ausreichend langen Kontaktstrecke, eventuell in der richtungsabhängigen Variante, ist das auf unverzweigter Strecke leicht umzusetzen. Ganz anders ist es im folgenden Fall:


Je nachdem, welches der beiden Zweiggleise der Weiche befahren wird, soll nur an einem der Bahnübergänge der Wechselblinker aufleuchten. Nun wäre es einfach, die Kontaktstrecke vor der Weiche enden zu lassen; doch dann wäre sie zu kurz, d.h. bei einem von rechts kommenden Zug würde der jeweilige Wechselblinker zu spät aktiviert.

Abhilfe schafft ein umschaltbarer Kontaktstreckenabschnitt. Dazu muss zunächst einmal die Weiche zum Kontaktgleis umgebaut werden, wie bereits in einem eigenen Artikel beschrieben. Über einen Schalter wird sie nun je nach eingestelltem Fahrweg mit einer der beiden Bahnübergangs-Kontaktstrecken verbunden.


Bei einer ausschließlich ferngesteuerten Weiche hätte ich statt dieses Schalters ein bistabiles Relais verwendet, das parallel zum Weichenantrieb geschaltet ist. Da es sich aber um eine Handweiche handelt, entschied ich mich für eine mechanische Lösung: Der Mikroschalter AV4544J IP40 von Panasonic ist so klein, dass er ohne weitere Maßnahmen in die Weiche passt. Damit er besser hält, habe ich an zwei seiner Beine einen Platinenrest gelötet. 


Die Zuordnung der Schalterpins zu den Kontaktstreckenabschnitten ist dabei wie folgt:

C (common) - Weiche
NC (normally closed) - Bahnübergang im geraden Strang
NO (normally open) - Bahnübergang im abzweigenden Strang

Die Stellbewegung wird mit einem kleinen Messingstift (1 mm Durchmesser) auf den Schalter übertragen. Dessen Betätiger musste mit einer Zange so zurechtgebogen werden, dass er der Bewegung nur wenig Widerstand leistet. Der Stift muss übrigens genau mittig in der Stellstange plaziert werden, da er andernfalls an der darunterliegenden Gleitbahn hängenbleiben könnte. Er hält ohne Kleber.

Die Schaltung eignet sich in dieser Variante natürlich nur, wenn die Weiche nicht aufgefahren wird. Andernfalls löst ein Zug doch beide Wechselblinker aus. Hier könnte mit Schaltgleisen und einem Relais leicht eine Schaltung gebaut werden, die in Abhängigkeit von der Fahrtrichtung den Kontaktstreckenabschnitt der Weiche komplett deaktiviert.

Montag, 29. August 2016

Neue Schneidvorlagen für den Lasercutter

Kürzlich habe ich einige meiner Schneidvorlagen überarbeitet. Die neuen Dateien sind im Downloadbereich zu finden. Neben zwei Brücken sind auch überarbeitete Innenradlenker enthalten.

Montag, 8. August 2016

Alternierende Masseschienen für Kontaktstrecken

Bei Kontaktstrecken wird oft empfohlen, stets die gleiche Seite zu isolieren. Das macht die Verdrahtung übersichtlicher und erleichtert so - theoretisch - die Fehlersuche. Doch das Vorbild macht es aus gutem Grund genau umgekehrt und wechselt in jedem Rückmeldeabschitt die Seite der isolierten Schiene.


Auch für die Modellbahn bietet sich dieses Prinzip an. Hier wie dort besteht nämlich das Problem der wandernden Schienenstöße: Der Isolierstoß zwischen zwei Rückmeldeabschnitten kann sich im Betrieb schließen. Beim Vorbild liegt das an plastischer Verformung der Schienenstöße, beim Modell ist die Ursache eher in unzureichender Fixierung der Schienen in Längsrichtung zu suchen.

Montag, 27. Juni 2016

Innenradlenker für schlanke Weichen

Bei Märklins schlanken Weichen kommt es mit manchen Fahrzeugen immer wieder zu Kurzschlüssen. Grund ist in der Regel ein zu geringes Spurkranzinnenmaß. Abhilfe schafft ein kleines Holzteil aus dem Lasercutter, das ich der Einfachheit halber als Innenradlenker bezeichne.


Er wird von oben eingesetzt und hält ohne Kleber. Obwohl er nicht ganz bis zur Schienenoberkante reicht, verhindert er, dass Räder mit ihren Spurkränzen den erhöhten Punktkontakten in der Weichenmitte zu nahe kommen.

Montag, 6. Juni 2016

Änderung des Zeitplans

Liebe Leser,

heute gibt es leider kein Update.Die Experimente mit herausnehmbaren Weichen dauern an. Mittlerweile habe ich ganz gute Fortschritte gemacht und die Trennkanten gelingen nun sauber. Leider kommt es immer wieder zu Rückschlägen, z.B. wegbröselnden Böschungen. Ich arbeite dran.



Montag, 16. Mai 2016

Experimente mit herausnehmbaren Weichen

Weichenantriebe sollten zu Wartungszwecken stets zugänglich sein. Mechanische oder elektrische Probleme können immer wieder mal auftreten. Da man sie nicht komplett verhindern kann, sollte man zumindest dafür sorgen, dass sie schnell behoben werden können, damit der Fahr- und Spielbetrieb rasch fortgesetzt werden kann.

Ganz klassisch kann man ein Loch ins Trassenbrett schneiden, so dass der Antrieb von unten erreicht werden kann. Das artet mitunter in Verrenkungen aus oder ist aus Platzgründen ganz unmöglich. Daher teste ich derzeit Methoden, wie man eine Weiche nach oben entnehmen kann, sogar dann, wenn sie rundum eingeschottert ist.

Montag, 25. April 2016

Strombegrenzung für Weichenantriebe

Prinzipiell kann man endabgeschaltete Weichenantriebe mit Schaltern statt Tastern ansteuern. Aber wenn der Antrieb aus irgendeinem Grund seine Endlage nicht erreicht, beispielsweise weil ein Schotterstein in die Mechanik geraten ist, fließt dauerhaft Strom und die Spule kann durchschmoren. Auch defekte Endschalter sind ein Ärgernis, wenn man sie nicht rechtzeitig entdeckt.


Die Schaltung, die ich heute vorstelle, verhindert die Zerstörung des Antriebs und zeigt automatisch an, ob und wo ein Problem vorliegt. Sie eignet sich besonders für Doppelspulenantriebe, kann aber auch für motorische Antriebe abgewandelt werden.